Wussten Sie schon

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Wussten Sie schon...

 

 

... dass diejenigen, die Wittgenstein gerne "anbinden" möchten, nun eine Homepage haben? In der Zeitung wurde sie breit angekündigt, angeblich auch als Forum, sich "mit dem Gegner auszutauschen". Leider hat die Werbeagentur vergessen, eine Gästebuch oder Ähnliches freizuschalten. Stattdessen findet man dort nur gezielte Volksverdummung. Man versucht, die "Route 57" nahezu als das zu verkaufen, was die Bürgerinitiativen (also "der Gegner") seit langer Zeit fordern. Leider hat man vergessen, mal deutlich zu sagen, was in Wirklichkeit dahinter steckt: an den Straßenplanungen hat sich NICHTS geändert, nur weil die Betonfraktion plötzlich mit einem neuen Namen um die Ecke kommt. Die vorgesehenen Ortsumgehungen sollen weiterhin verkettet werden, um eine neue Bundesstraße zu bauen. Das ist Fakt! Nachzulesen im Bundesverkehrswegeplan. Dass die heutige Planung nichts mit einer A4 oder FELS (der Name stammt übrigens von den gleichen Leuten...) gemein habe, ist schlicht und dreist GELOGEN! "Route 57" ist lediglich die patentrechtlich geschützte Marke von Herrn Kocherscheidt. Und langsam müsste er mal den Leuten "Lohn" bezahlen, die denken, sie würden mit diesem Aufkleber was für ihre Region tun...

 

...dass die Betonfraktion ganz schön auf dem Zahnfleisch kriechen muss? Jetzt fahren sie schon den Ex-NRW-Verkehrsminister nach Kreuztal ein, um für den schwachsinnigen Straßenbau zu werben - oh je, wer war das nochmal: Oliver Wittke, na der, der zunächst durch Alkohol am Steuer auffällig wurde, mehrmals mit dem Handy am Ohr auf dem Fahrersitz erwischt wurde und der dann mit 109 km/h durch eine Ortschaft im Sauerland bretterte, weshalb der Christdemokrat dann zurücktreten musste. Was für ein Vorbild und Wegbereiter - na ja, er war ja auch Schirmherr der Kampagne "Runter vom Gas"...

Lustig nur: außer den mitgereisten Parteifreunden, die als Plakathalter fungierten, waren keine Bürgerinnen und Bürger da, die diesen Straßenbau unterstützen. Dafür aber viele Menschen, die gerne auf den Neubau verzichten und stattdessen echte Verkehrskonzepte wünschen! Herrn Wittkes Motto "Wachstum braucht Wege" können wir leicht kontern: "Wachstum braucht Pflege" und keinen Neubau!!!!

 

...dass aus einer getragenen Socke kein Raumerfrischer wird? Na klar - Sie wissen das! Und daher wissen Sie auch, dass aus einer verkorksten, superteuren und zerstörerischen Straßenplanung nicht plötzlich ein heimeliges Sträßchen wird, dass einem Bächlein ähnlich, stilvoll in die Landschaft eingepasst, Fernstraßenverkehr durch Siegen-Wittgenstein befördern wird. Auch unter der neuesten Bezeichnung "Route 57 lassen wir uns von den Lobbyisten nicht veräppeln - und wenn sie noch so viel Geld in ihre Öffentlichkeitskampagne stecken: Eine stinkende Socke bleibt eine stinkende Socke!

 

... wie glücklich wir uns schätzen können? Wir leben in einer Region mit einer geringen Arbeitslosenquote und sehr hoher Lebensqualität! Und das ist so, weil hier nicht nur wir Menschen wohnen, sondern vor allem viele selten gewordene Pflanzen und Tiere, die für eine ausgewogene Lebensgrundlage sorgen. Ist Ihnen bekannt, dass neben seltenen Fledermäusen und Greifvögeln auch Wildkatzen und sogar ein Luchs bei uns heimisch sind? Viele gute Gründe, weiteren Flächenverbrauch zu stoppen!

 

...dass IHK-Präsident Klaus Vetter, der den A4-Ersatz (FELS/Bundesfernstraße) vehement fordert, selbst in einer Bürgerinitiative aktiv ist? Er ist als Bewohner Wilnsdorfs vom Autobahnlärm der A45 betroffen und möchte dort einen besseren Lärmschutz durchsetzen. Selbst mit Ohrstöpseln könne seine Frau nachts nicht schlafen. Das ist sehr bedauerlich, denn Lärm macht krank! Aber warum schafft Herr Vetter nicht die logische Konsequenz, dass auch die Bürgerinnen und Bürgern, die von der FELS betroffen wären, ebenfalls auf diesen Lärm gerne verzichten möchten? Warum setzt er sich nicht mit der gleichen Vehemenz für bessere Gleisanschlüsse und Bahnverbindungen in Siegen-Wittgenstein ein?

 

...dass in hohlen Köpfen wirklich nichts ist - außer vielleicht stumpfer Gewaltphantasie? Nachdem bereits in Hessen und in Bad Berleburg-Stünzel unsere Widerstandseichen z.T. beschädigt und zerstört wurden, ist jetzt auch die wunderschöne Eiche in Elsoff geschändet worden. Leider hat der stattliche Baum, den wir vor gut zwei Jahren am 18. September 2009 gepflanzt hatten, die feige Tat nicht überstanden. Die Täter waren mit Axt und Spray bewaffnet und scheinen nicht realisieren zu können, dass sie nicht nur privates Eigentum zerstört haben, sondern sich selbst (auf längere Sicht) die Luft zum Atmen nehmen. Den geistigen Brandstiftern in Politik und Wirtschaft sei Dank! Wie wäre es zur Abwechslung mal mit einem argumentativen Austausch?

 

...dass aufgrund der langjährigen starren Forderungen nach dem "A4-Lückenschluss" alle anderen Planungen (z.B. für einen Ausbau bestehender Straßen) Jahrzehnte lang blockiert wurden und immer noch werden? Parallelplanungen sind nicht zulässig und zwingen die Straßenplaner dazu, regional wirksame Straßenbaumaßnahmen in der Schublade zu lassen. "Bedanken" dafür dürfen wir uns bei der damaligen schwarz-gelben Regierung (Land und Bund), Landrat Paul Breuer (CDU) und in seinem Gefolge MdB Willi Brase (SPD).

 

...dass die Industrie- und Handelskammern (IHK) sowohl in Südwestfalen als auch in Nordhessen alles tun, um nicht nur ihre Mitglieder, sondern auch deren Arbeitnehmer dazu zu bewegen, sich für den Straßenbau auszusprechen? Dabei sagen uns viele IHK-Mitglieder mit vorgehaltener Hand, dass sie ein viel größeres Interesse daran hätten, endlich von den Zwangsabgaben an die Kammern befreit zu werden, als einen angeblichen "Straßen-Notstand" zu beschreien, den sie so gar nicht selbst empfinden! Ihnen würde viel mehr durch die von uns geforderten Verkehrsmaßnahmen geholfen. Die hohen IHK-Mitgliedsbeiträge, zu denen sie per Gesetz gezwungen sind, bereiten ihnen viel größere Kopfschmerzen (leider trauen sich viele nicht, damit an die Öffentlichkeit zu gehen)...

 

...dass einige große Unternehmen wie Ejot ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter massiv dazu auffordern, sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit für die sog. "Entwicklungsachse" auszusprechen? Das sind Methoden, die die Angst der Leute um ihren Arbeitsplatz ausnutzen, um ein Ziel zu erreichen, dass vielleicht einigen Unernehmern nutzen könnte, allen "Normalos" aber Milliardenkosten aufbrummt. Diese Art des Druck/Macht Ausübens kann nicht hingenommen werden! Gehen den Befürwortern etwa die Argumente aus oder warum greift man hier zum Vorschlaghammer?

 

...dass viele politische Entscheidungsträger in unserer Region nicht zugeben wollen bzw. es nicht wahrhaben wollen, dass es längst nicht mehr um eine Ortsumgehungskette geht, sondern um die Grundlage für eine Fernverbindung für den Ost-West-Transitverkehr? Diesen Fakt belegt ganz klar die Planungsvereinbarung zwischen den Bundesländern NRW und Hessen, die Sie bei unseren "Downloads" nachlesen können.

 

...dass der Wert von gesundem Boden, auf dem gesunde Pflanzen wachsen, die uns ernähren können und die uns saubere Luft schenken, künftig deutlich steigen wird? In Zeiten des Klimawandels und der steten globalen Bevölkerungszunahme wird die Frage nach der Beschaffung von Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser immer weiter in den Vordergrund gerückt. Insofern sollten wir uns hüten, unsere regionalen Schätze (wie z.B. die zahlreichen Quellgebiete, zusammenhängenden Waldflächen und fruchtbaren Ackerböden) durch eine unsinnige Fernstraße zu zerstören! Eine zeitgerechte und zukunftsfähige Entwicklung Siegen-Wittgensteins braucht keine überdimensionierte Betonpiste, die lediglich einzelnen Interessengruppen dienen könnte - bezahlt natürlich von uns allen.

 

...dass das "C" in CDU für "christlich" steht? Bitte liebe CDU-Sympathisanten, besinnt Euch dieses Attributs und haltet Euch an den Grundsatz "Bewahrung der Schöpfung". Der Leiter des Landesbetriebs Straßen NRW, Ludger Siebert, hat treffend festgestellt, dass sich Tiere wie z.B. Wildkatzen oder Schmetterlinge nicht gegen Straßenplanungen wehren können, das müsse der Mensch für sie machen. Das möchten wir besonders Monika Brunert-Jetter ans Herz legen, die auf der Podiumsdiskussion im April in Bad Laasphe äußerte: "Wir wohnen nun leider in einer hochsensiblen Region". Wer das bedauert, kann ja mal ein paar Jahre seines Lebens im Ruhrgebiet, in Berlin, Bremen oder Bitterfeld verbringen - vielleicht lernt man dann zu schätzen, in welchem Reichtum wir hier leben...  

 

...dass die Verlagerung von Gütern auf die Schiene gar nicht mehr so problematisch ist, wie es einige Politiker uns gerne glauben machen wollen? Diese sinnvolle Verkehrsmaßnahme müsste nur endlich mal politisch gewollt sein. Und auch die Unternehmen, die jetzt so lautstark nach der Fernstraße schreien, sollten sich mal mit den Zukunftsproblemen auseinandersetzen. Dann würden sie sofort nach Gleisanschlüssen und dem Ausbau der Bahnverbindungen schreien.

 

...dass Wittgenstein durch den sinnvollen Ausbau bestehender Straßen (B62, B508,L718 u.a.) viel besser mit dem Siegerland bzw.mit Hessen verbunden wäre als durch eine Fernstraße, die nur wenige Auf- und Abfahrmöglichkeiten bietet und eine "freie Fahrt" aufgrund starken Transitverkehrs verhindern würde?

 

...dass uns Steuerzahlerinnen und Steuerzahler die bisherigen Vorplanungen dieser irrsinnigen Fernstraße schon Millionen Euro gekostet hat? Was hätten unsere Kommunen nicht alles von einer solchen Summe bezahlen können?

 

...dass Ihre Stimme zählt, wenn es darum geht, dem Fernstraßen-Wahnsinn ein Ende zu setzen? Lassen Sie doch mal was von sich hören Wink

 

Freitag, den 09. Dezember 2011 um 17:37 Uhr

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