Das Beste kommt am Anfang....;-)

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Schallende Ohrfeige für Landrat Breuer: Wer sich seines Amtes nicht angemessen verhält, muss seine Werbeaufkleber wieder abkratzen!

Provinzposse - erster Teil: Herr Breuer, der sich für nichts anderes mehr zu interessieren scheint, als dafür, Siegen-Wittgenstein endlich mit einer neuen Fernstraße zu beglücken, bringt rechtswidrig Aufkleber an den Dienstautos des Kreises an. Diese bewerben die private Marke "Route 57" (auch als highway to hell bekannt) von Ejot-Geschäftsführer Christian Kocherscheidt. Dank einer eilig einberufenen Pressekonferenz rauscht der Blätterwald. Wahrscheinlich Dank des leckeren Medien-Caterings oder beigefügte K.O.-Tropfen fragt auch kein Medienvertreter nach, worum es da eigentlich geht und ob das alles noch mit den Aufgaben eines Landrats vereinbar ist. 

Die Bürgerinitiativen fragen allerdings nach und werden als Querunlanten, Spaßverderber, selbsternannte Naturschützer und Lügner bezichtigt. Ihre Stellungnahme (leider ohne Catering und K.O.-Tropfen) werden von den Medien nur gekürzt oder gar nicht dargestellt. Die Bürgerinitiativen schrieben eine Beschwerde an die Bezirksregierung Arnsberg, die die Dienstaufsicht über Herrn Breuer hat. Eine lange Wartezeit auf eine Antwort steht bevor...

Provinzposse - zweiter Teil: Die Bürgerinitiativen erhalten am 29. März eine Antwort aus Arnsberg! Herr Breuer muss die Aufkleber von den Dienstfahrzzeugen des Kreises entfernen. Als kommunaler Wahlbeamter hat er nicht nur die Neutralitätspflicht verletzt, sondern das erforderliche Mäßigungs- und Zurückhaltungsgebot verletzt. Doch was ist das? Kurz nach Öffnen des Briefs aus Arnsberg klingelt das Telefon: Zur gleichen zeit hat Breuer eine Pressekonferenz einberufen. in dieser verkündet er, dass er jetzt die PR-Kampagne auf die Loks der Kreisbahn ausweitet. In einer Pressemittelung verunglimpft er nicht nur die Gegner seines Projekts, sondern lügt die Öffentlichkeit dreist an.

Hier die Lügen im Wortlaut:
"Eine rechtliche Untersuchung hatte klar ergeben, dass die Anbringung der Aufkleber auf den Fahrzeugen von Beginn an zulässig war. Eine durch den Regierungspräsidenten angestoßene Überprüfung hat zum selben Ergebnis geführt: Die Maßnahme trägt zur Umsetzung eines eindeutigen Kreistagsbeschlusses bei."

Dümmer hat sich noch niemand selbst entlarvt (außer vielleicht Christian Wulff oder K.T.).

Weder hat es jemals einen Kreistagsbeschluss zu diesem Projekt gegeben, noch hat es irgendeine rechtliche Überprüfung gegeben, die sein Handeln für rechtmäßig hält. Im Gegenteil: Die Bezirksregierung hat Herrn Breuer umgehend aufgefordert, seine falschen Behauptungen richtigzustellen. Bis jetzt findet man aber auf der Homepage des Kreises Siegen-Wittgenstein immer noch die Pressemitteilung, die gezielt Unwahrheiten streut!

Warum es die heimischen Medien noch nicht geschafft haben, kurz zu hinterfragen, warum Herr Breuer denn die Aufkleber von den Dienstfahrzeugen entfernen lässt, wenn doch alles rechtlich im Lot ist, kann nur darauf hindeuten, dass sie noch an den Nachwirkungen des Anblicks des Fotos leiden, auf dem unser Landrat mit rotem Kopf glückselig vor der Lok steht, auf die er den klitzekleinen Werbeaufkleber gebappt hat. Wahrscheinlich warten alle darauf, dass das Foto zum Film wird und die Lok nun endlich losfährt...

Provinzposse - letzter Teil: (Vorschau)
Am Montag wird Herr Breuer, gedemütigt von einer neuen Ermahnung, nun endlich den Unsinn mit den Aufklebern zu lassen und sich mal sinnvollen Tätigkeiten zu widmen (ja ja, die sollte ein Landrat erfüllen), eine erneute Medienzusammenkunft veranlassen. Lustige Fotos von Werbeaufklebern und eine neue Pressemitteilung sind das Ergebnis. Überall wird zu lesen/hören/sehen sein:

Der Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein hat sich an einem von ehemaligen Schleckermitarbeiterinnen zusammengesetzten Seil aus Werbeaufklebern und Hochglanzbroschüren aus dem Kreishaus abgeseilt, um einen Aufkleber und eine mundbemalte Fahne an einem auf dem Parkplatz abgestellten Hubschrauber anzubringen. Begründung: Weil die Werbeaktion auf den Fahrzeugen der Kreisbahn ebenso rechtmäßig war, wie die an den Autos, entfernt er die Aufkleber wieder, um sie an Hubschraubern und Flugzeugen, die die Region überfliegen, anbringen zu lassen. Mit einigen dieser Maschinen wird er während des Landtagswahlkamps NRW die Dörfer bereisen, um die Menschen dort von der Notwendigkeit seiner Fernstraße zu überzeugen (und vielleicht auch von neuen Start- und Landebahnen). Die ehemaligen Schleckermitarbeiterinnen werden während der gesamten Zeit sowohl am Siegerlandflughafen als auch am Flugplatz Schameder Spalier stehen und Herrn Breuer bei An- und Abflügen mit Werbefähnchen zuwinken.

Provinzposse - allerletzter Teil - der Vorhang fällt:
Herr Breuer ist glücklich - er sitzt auf einer Wolke. Wir schreiben das Jahr 2035. Endlich beginnt der Fernstraßenbau durch Siegen-Wittgenstein. Da der Euro abgeschafft wurde, spielt Geld keine Rolle mehr. Unzählige Baufahrzeuge sind aus Kasachstan, Russland und China ins Kreisgebiet geschifft worden und endlich über völlig ruinierte Straßen in der Region angekommen. Züge fahren schon lange keine mehr, dank des wohlwollenden Nichtstuns vieler Entscheider in Politik und Management. Eine große Schneise wird durch das Rothaargebirge geschlagen, deren Anfang mit der Aufschrift "In ewiger Dankbarkeit an Landrat Breuer - sponsored by IHK" verziert wird. Der liebe Gott spricht: "Gratulation, mein Sohn, Ehre wem Ehre gebührt! Aber wer soll die Aufschrift lesen und wer soll die Straße befahren? Sag mir, wo die Menschen sind, wer hat sie vertrieben?" Herr Breuer beruft die Engelspresse ein...







Immer wieder wurde uns erzählt, dass die Route 57 nichts mit der ehemals geplanten A4 gemeinsam hat. Wir haben hier mal die aktuelle Planung von Straßen-NRW mit der Planung der A4 und der FELS direkt miteinander verglichen.

Immer wieder versucht die Betonfraktion mit solchen Lügen die Mehrheit für sich zu gewinnen und sich damit zu brüsten.
 
Damit ist jetzt Schluss, da hier eindeutig zu belegen ist:

Die ehemals geplante A4 hat bis Lützel nahezu den Verlauf der heutigen Route 57 und die ehemalige FELS verläuft absolut identisch.
Lassen Sie sich nicht hinters Licht führen.
Vergleichen Sie hier selbst.

 
vergleich
K640_kartewest
 
Im oberen Bereich sehen Sie den Übersichtsplan der Route 57 von Straßen NRW,
darunter sehen Sie den Streckenverlauf der A4 und ganz zum Schluss sehen Sie die ehemalige FELS.
Der A4-Streckenverlauf wurde aus der Informationsschrift vom BUND und
NABU aus dem Jahre 1992 entnommen, welche hier heruntergeladen werden kann.
 
DIE ROUTE 57 IST SOMIT EINE FERNSTRASSE, SO WIE ES DIE A4 UND DIE FELS AUCH WAR.
 
Interessant ist hier auch noch festzustellen, dass keiner der "Prominenten"-Route57-Befürworter direkt an der Trasse wohnt.
Kein Wunder, da wäre es nämlich dann kaum auszuhalten !!!
 
 
 
linie
 

vergleich1

 

Die Bürgerinitiative "Für Wittgenstein - Heimat ohne Fernstraße" wünscht Ihnen
ein frohes und gesundes neues Jahr.

K640_a4
(PDF-Datei)

 


Freitag, den 30. März 2012 um 20:39 Uhr

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