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Wichtige Informationen zum Interkommunalen Gewerbe- und Industriepark Erndtebrück-Schameder
Die Gemeinde Erndtebrück, die die Planungshoheit für das interkommunale Gewerbegebiet besitzt, hat derzeit im Rathaus Änderungspläne ausgelegt, die es lohnen, sich anzuschauen. Vorrangig geht es darum, einen "Holzenergiehof" auszuweisen bzw. die entsprechenden Flächen dafür vorzuhalten. Konkret geht es um die Flächen angrenzend an Pellets- und Biomassekraftwerk in Richtung Rinthe. Das klingt gut, hat aber einen Haken. Im Erläuterungstext wird schnell klar, dass es sich nicht nur um diese o.g. Flächen handelt, sondern dass auch die Fläche (GI 2.2), die als einzige Sinn für einen Gleisanschluss macht, ganz versteckt ebenfalls für einen privaten Investor neu ausgewiesen werden soll. Das bedeutet: Wenn die Änderungsvorschläge so durchgeführt werden - wovon leider auszugehen ist - ist der Zug für einen Gleisnaschluss des Gewerbegebiets abgefahren!
Jetzt ist es Zeit, unseren Politikern deutlich zu machen, dass wir mehr von ihnen erwarten als bloße Sonntagsreden. Wie kann es sein, dass für den kurzfristigen Erfolg (nämlich dass sich ein bereits ansässiges Unternehmen auf der betreffenden Fläche erweitert) die Möglichkeit geopfert wird, das gesamte Gewerbegebiet durch einen Gleisanschluss aufzuwerten und zumindest diejenigen Unternehmen zu befriedigen, die an einer Verlagerung ihrer Transporte von der Straße auf die Schiene interessiert sind? Soll das nachhaltig sein?Jetzt können die Akteure Handlungsfähigkeit und Weitblick beweisen!
Das Unternehemn, das sich auf der Fläche GI 2.2 erweitern möchte, könnte dies auch auf einer der anderen freien Flächen des Gewerbegebiets tun. Der Gleisanschluss macht jedoch nur dort Sinn (direkte Nähe zur bestehenden Bahnstrecke; direkte Nähe zu den Holzbetrieben, die Interesse an Bahntransporten angemeldet haben). Wenn nun manche Verantwortliche behaupten, es gäbe noch weitere Möglichkeiten, einen Gleisanschluss zu realisieren, so ist das nichts als Augenwischerei. Läge dieser nicht auf der vorgesehenen Fläche GI 2.2, so würden die Kosten wesentlich in die Höhe schnellen und damit eine Realisierung unmöglich machen.
Daher hoffen wir, dass die Erndtebrücker Ratsmitglieder, der Zweckverband und die Vertreter der beiden anderen beteiligten Kommunen (Bad Berleburg, Bad Laasphe) die Unterlagen überprüfen und an den betreffenden Stellen ändern. Die Fläche GI 2.2 muss unbedingt für den Gleisanschluss freigehalten und festgeschrieben werden und darf nicht für einen kurzfristigen (scheinbaren!) Erfolg geopfert werden. Jetzt besteht die große Chance, durch eine Festschreibung der Fläche für den Bahnanschluss eine schnelle Umsetzung zu realisieren. Während eine "Umgehungsstraße" auch in 15 Jahren wahrscheinlich noch nicht realisiert sein wird, könnte der Gleisanschluss schon in kurzer Zeit in Betrieb genommen werden und die Menschen von LKW-Verkehr entlasten. Zwar geht es hier nicht um "entweder Gleis oder Straße", aber bevor die Chance vertan wird, dass es in Schameder jemals einen Bahnanschluss für das Gewerbegebiet geben wird, sollte das Zeitargument nicht unter den Tisch fallen.
Die Planungsunterlagen können Sie unter www.erndtebrueck.de (Aktuelles) oder im Erndtebrücker Rathaus einsehen (10.01.11 bis 14.02.11). Bitte machen Sie davon Gebrauch. Einwendungen gegen die Pläne müssen bis zum 14.02.2011 bei der Gemeinde eingereicht werden. Wäre schön, wenn möglichst viele Wittgensteiner den Wunsch nach einem Gleisanschluss auf der einzig realisierbaren Fläche GI 2.2 formulieren würden. Dieser ist als sinnvolle und zukunftsorientierte Verkehrsinvestition absolut begrüßenswert!
Das Märchen vom "Straßenbau= regionaler Aufschwung"
Falsches Sparen
Wie Merkel die Verkehrswende torpediert
Netzwerk STOP A4
Stellungnahme des länderübergreifenden Netzwerks Stop A4 zur Beendigung der Lückenschlusspläne A4/Bundesfernstraße Olpe-Hattenbach
Sieg der Vernunft
NRW/Hessen 10. Mai 2010. Der hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch hat am 05.05.2010 bekannt gegeben, dass die noch im weiteren Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2003 befindliche A4 nach Vorliegen einer von Hessen in Auftrag gegebenen Verkehrsuntersuchung nicht gebaut werden wird. Das Netzwerk Stop A4 mir seinen insgesamt ca. 900.000 Mitgliedern gratuliert zu dieser intelligenten Entscheidung. Nun möchten wir die Verkehrszahlen in NRW für den im vordringlichen Bedarf des BVWP enthaltenen Straßenzug von Kreuztal nach Schameder bis zum Abzweig der B480 erfahren.
Wenn ein Unternehmer den Standort für sein Wirtschaftsunternehmen wählt, dann tut er das in Kenntnis der dortigen Verkehrsinfrastruktur. Die Taktik etlicher Städte und Gemeinden in durchweg ländlich geprägten Gebieten, die sich in Zweckverbänden zusammenschließen, um durch Zur-Verfügung-Stellen von billigen Gewerbeflächen anderen Kommunen die Gewerbesteuerzahler abspenstig zu machen und von den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern anschließend zu erwarten, dass sie für den sich aus der Neuansiedlung des Gewerbegebietes entstehenden erhöhten Verkehr auch noch die passenden Straßen finanzieren, ist schon ziemlich dreist.
Unsere Umwelt, die ein Wirtschaften auch für Unternehmer erst möglich macht, ist an der Grenze ihrer Erneuerungsfähigkeit angelangt. Klimawandel, Anspruchsdenken, Verlust der Artenvielfalt und ein Flächenverbrauch von ca. 120 ha in Deutschland pro Tag sind Symptome eines ausgesprochen verantwortungslosen Umgangs mit unseren natürlichen Ressourcen. Wenn die Welt, in der und von der wir alle leben, durch permanenten Raubbau in ihrer natürlichen Tragfähigkeit bedroht wird, dann nützt auch der beste Arbeitsplatz nichts. Unsere Heimat ist viel zu wertvoll, sie für den Bau einer dreispurigen Straße zu zerschneiden, nur damit einige wenige von uns 5 oder 10 Minuten früher an ihrem Ziel sind. Wir selbst sind es, die die Staus produzieren, in denen wir dann stecken bleiben. Ist es wirklich notwendig, seine Kinder mit einem überdimensionierten Geländewagen den einen Kilometer zu Schule zu bringen? Dem heute viel verbreiteten Übergewicht unter den Schülerinnen und Schülern wäre mit ein wenig Bewegung sehr gut beizukommen.
„In Deutschland könnten durch die vergleichsweise kostengünstige Renaturierung von Flussauen an der mittleren Elbe Ausgaben für technische Filtration und Stickstoffbeseitigung in Höhe von 8,7 Millionen Euro gespart werden - das Zehnfache dessen, was die Wiederherstellung der natürlichen Funktionen kostet.“ (Ein Zitat aus dem Buch: Bio-Kapital von Andreas Weber. Berlin-Verlag, Seite 48). Dieses Beispiel und viele andere zeigen, dass die Zerstörung der natürlichen Fähigkeiten und „Dienstleistungen“, die die Natur uns allen Tag für Tag durch frisches Wasser, saubere Luft und Sonnenenergie zur Verfügung stellt, und der Versuch, dieses Manko vermittels technischer Ersatzlösungen zu kompensieren, wesentlich teurer ist, als das, was durch diverse Baumaßnahmen und den Glauben, dass für alles schon irgendeine Lösung gefunden werden wird, verloren geht.
In unseren Grundgesetz (§ 20a) ist ein intergeneratives Gerechtigkeitsprinzip verankert. Das heißt, wir haben dafür Sorge zu tragen, dass wir den nachfolgenden Generationen einen bewohnbaren Planeten hinterlassen. Davon sind wir weit entfernt. Die Tendenz, Folgekosten von Baumaßnahmen, „Endlagerung“ von Atommüll etc. auszuklammern und stattdessen nur auf den kurzfristigen Profit zu schielen, bedroht die Fähigkeit des Systems Erde, sich selbst zu regenerieren.
Herr Posch hat mit seiner klugen Entscheidung den Anfang gemacht. Daher schlagen wir vor, dass alle im Bundesverkehrswegeplan 2003 befindlichen Projekte einer erneuten Überprüfung unterzogen werden, und zwar nicht nur daraufhin, ob die irgendwann prognostizierten Verkehrszahlen standhalten, sondern auch auf ihre schädlichen Folgekosten hin, wie z. B. die Zerstörung von CO2-Senken, das Abholzen von Wäldern, die als Wasserspeicher dienen, die Vernichtung des unersetzbaren Schutzguts Boden usw., denn es wäre klug, sich seiner eigenen Lebensgrundlage nicht zu berauben.
www.stop-a4.de
Der Bürgerinitiative Für Wittgenstein – Heimat ohne Fernstraße ist es sehr wichtig, die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner umfassend über das Fernstraßenprojekt der Länder Nordrhein-Westfalen und Hessen zu informieren. Was derzeit von den heimischen Straßenbefürwortern noch als „Ortsumgehungskette“ oder FELS (Ferndorf-Eder-Lahn-Straße) verkauft wird, ist längst als großes Fernstraßenprojekt der Länder Hessen und NRW enttarnt. Auch die Landräte und Industrie- und Handelskammern sprechen von einer „leistungsstarken Fernstraßenverbindung“ als Lückenschluss zwischen Olpe (A4) und Hattenbach (A5).
Die Gesamtstrecke Olpe-Hattenbach ist im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) in drei Abschnitte bzw. Dringlichkeiten unterteilt:
- Der Abschnitt von Kreuztal bis Erndtebrück befindet sich im "Vordringlichen Bedarf",
- der Abschnitt vom hessischen Hattenbach bis zur NRW-Landesgrenze im "Weiteren Bedarf" und
- der Abschnitt von der hessischen Landesgrenze bis Erndtebrück in gar keinem Bedarf.
Hier zeigt sich, wie perfide die Urheber vorgehen. Einzig die Ortsumgehungen Kreuztal, Hilchenbach, Erndtebrück und Bad Laasphe befinden sich bislang im „Vordringlichen Bedarf“ des BVWP (Nr. NW 5180) – hier ist auch keine Rede von Ortsumgehungsketten. Offiziell gibt es gar kein Planvorhaben, wie es beispielsweise in der Imagebroschüre „Entwicklungsachse Kreuztal – Hattenbach“ propagiert wird. Geht man jedoch von Ortsumgehungen aus, so müssten bereits bestehende Straßen (z.B. B62, B508 uvm.) mitbeplant werden, denn Umgehungsstraßen schließen üblicherweise an bestehende Straßen an.
Die Planungen, die die Straßenplaner schon lange vorantreiben, beziehen sich jedoch ausnahmslos auf eine NEUE mindestens dreispurig ausgebaute, kreuzungsfreie Straße, die das Rothaargebirge zerschneiden würde. Hessen fordert sogar weiterhin einen mindestens vierspurigen Ausbau und zeichnet auch für die „Vorüberlegungen“ von der hessischen Landesgrenze bei Bad Berleburg- Elsoff bis hin nach Erndtebrück-Schameder verantwortlich (siehe Karte "Trasse" unter Downloads). Dieses Wittgensteiner Gebiet dürfte eigentlich gar nicht in die Planungen einfließen, weil es weder im BVWP, noch im Bundesfernstraßenbedarfsplan mit einer Dringlichkeit benannt ist.
Wir befürchten nun, dass durch die Vergabe "weiterer Planungsschritte" vom Bundesverkehrsministerium an das Land Hessen Fakten geschaffen werden sollen, um die Planung in Wittgenstein zu beschleunigen. Hier wird mit allen Tricks versucht, die gescheiterten A4-Pläne doch noch durch die Hintertür umzusetzen.
Wie man aber gerade anhand des schönen wittgensteiner „Golddorfes“ (Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft") Elsoff zeigen kann, würden wir mit einer „A4 light“ unsere Region nicht entwickeln, sondern ihr enormes Potenzial vernichten. Der „sanfte Tourismus“ befindet sich in stetigem Wachstum – hier kann Wittgenstein noch massiv profitieren. Ob Wanderer, Radfahrer oder andere Erholungssuchende, sie alle kommen hierher, um unsere wunderschöne Landschaft, die Ruhe und die Natur zu erleben. Große Straßen stehen sicher nicht auf dem Urlaubsprogramm, die können unsere Gäste meist zu Hause „erleben“.
Noch gravierender wären jedoch die negativen Auswirkungen für die Anwohner: Lärm, Gestank, Luftverschmutzung und nicht zuletzt eine Wertminderung der Häuser und Grundstücke müssten in Kauf genommen werden. Und das für eine Fernstraße, die die Strecke zwischen den Autobahnen gerade mal um 11 km verkürzt im Vergleich zu den bislang zur Verfügung stehenden Autobahnen. Reizvoll wäre die Bundesfernstraße durch unsere Heimat vor allem für den Lkw-Transitverkehr, denn dieser könnte die Autobahnmaut einsparen.
Die heimischen Pendler und Unternehmen könnte man ganz anders entlasten: Bereits vor mehr als zwanzig Jahren haben konkrete Pläne vorgelegen, die den Ausbau einiger heimischer Bundesstraßen vorsahen, d.h. diese hätten direkt umgesetzt werden können. Leider hat eine politische Mehrheit diese Pläne immer wieder abgelehnt, weil man stets von der A4 träumte. Dieser Ausbau (beispielsweise der B62) hätte den Verkehr zwischen Wittgenstein und Siegerland deutlich entlastet und wäre wesentlich günstiger gewesen – das gilt auch heute noch! Somit liegt es also u.a. an Siegen-Wittgensteins Landrat Paul Breuer, dass sich in den vergangenen Jahrzehnten nichts in Sachen besserer „Verkehrsanbindung“ für Wittgenstein getan hat.
Und noch ein Wort zum Klimaschutz. Jeder Politiker und viele Wirtschaftsunternehmen benutzen dieses Wort gerne als Zierde ihrer Wahl- und Imagebroschüren. Doch Klimaschutz muss nicht nur im Regenwald betrieben werden, sondern überall, besonders vor der eigenen Haustür. Allein während der Bauphase würden für jeden Meter der Straße ca. 1,6 Tonnen CO2 freigesetzt. Bei einer Länge von ca. 120 km kann sich jeder ausrechnen, welchen Klimaschaden wir anrichten würden, bevor auch nur ein einziges Fahrzeug die Fernstraße befahren hätte.
Um all diese Zusammenhänge und vor allem die kaum auf demokratischen Grundlagen basierenden Kungeleien von bestimmten Unternehmern, Politikern und (Ex-)Straßenplanern genau zu verfolgen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, haben sich bislang schon ca. 40 Bürgerinitiativen, Verbände und Vereine zusammengeschlossen. Das „Netzwerk Stop A4“ steht somit nicht nur für den wachsenden Widerstand entlang des Planungskorridors, sondern vor allem für Aufklärung und Information. Was interessierte Kreise lieber im Stillen ausarbeiten und erst dann der Bevölkerung zugänglich machen wollen, wenn sie es für nötig halten, wird das Netzwerk publik machen. Uns allen ist daran gelegen, eine Lösung für dringend anstehende Zukunftsfragen zu finden. Das aber bitte mit Bürgerbeteiligung und nicht per Dekret von oben.
Zum Zeitplan hat sich die ausführende Behörde "Straßen NRW" so geäußert:
Im Spätsommer 2009 haben die Umweltuntersuchungen im Rahmen der Umweltverträglichkeitsstudie begonnen. Ergebnisse werden für Ende 2010 erwartet.
2011 soll dann die genaue Linienbestimmung stattfinden.
Danach würde irgendwann das "Planfeststellungsverfahren" beginnen. Insgesamt muss man davon ausgehen, dass mit dem Bau frühestens in 20 Jahren (!) begonnen werden kann.
Daher stellt sich gerade unter dem Zeitaspekt die Frage, wie sinnvoll eine solche überdimensionierte Maßnahme dann noch ist! Würden diese irrsinnigen Straßenbauvorhaben endlich beendet, dürften sich die Straßenbaubehörden (wie z.B. der Landesbetrieb Straßenbau NRW) endlich wieder mit den lokalen Straßen befassen. Dann könnten tatsächlich Verbesserungen für den Verkehr zwischen Wittgenstein und Siegerland bzw. Hessen in Angriff genommen werden - schneller, günstiger und vor allem sinnvoll!!!!!!

Die Legende von der Fahrzeitersparnis
"Gut eine halbe Stunde Fahrzeitersparnis und 30km verkürzte Wegstrecke wird die neuer Bundesfernstraße bringen" so die Argumentation der Befürworter.
Auch die Machbarkeitsstudie Krombach - Hattenbach (Drecker 2007) schreibt von einer Baulänge von 112,3 km. Allerdings wird nicht erwähnt, dass die vorhandenen Straßen in dieser Betrachtung nicht mitgerechnet werden.
Und das ist die Wirklichkeit!
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Entfernungen Olpe Autobahnkreuz Süd nach dem Hattenbacher Dreieck |
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Bisherige Strecke über Gießen (nur über Autobahnen und Schnellstraßen): |
163 km |
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Über die neu geplante Trasse: Autobahnkreuz Olpe-Süd bis neue Abfahrt Buschhütten (16km) + die kürzeste Strecke aus der aktuellen Planung über Frankenberg (112,4 km) nach Alsfeld-West + zum Hattenbacher Dreieck (24km)
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152 km |
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Ersparnis in Kilometer durch die Neubaustrecke |
11 km |
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Zeitersparnis durch die Neubaustrecke (Strecken werden mit 100 km/h gefahren): |
7 min |
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oder angenommen, die neue Strecke wird als moderne drei oder vierspurige Bundesfernstraße gebaut und ist mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 95 km/h zu befahren, während auf der vorhandenen Autobahn 120 km/h gefahren wird. Der Kraftfahrer verliert Zeit durchs Rothaargebirge. Hier ist die vorhandene Autobahn die bessere Wahl. Zeitdefizit über die neue Strecke: |
- 15 min |
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Entfernungen Kreishaus Siegen (Büro Landrat Breuer) zum Hattenbacher Dreieck |
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Bisherige Strecke über Gießen (nur über Autobahnen und Schnellstraßen) |
146 km |
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Über den neu geplanten Korridor: Kreishaus bis neue Auffahrt Buschhütten 10 km + die kürzeste Strecke aus der aktuellen Planung über Frankenberg nach Alsfeld- West (112km) + zum Hattenbacher Dreieck (24km) |
146 km |
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Ersparnis durch den Neubau : |
0,nichts |
Fazit: Wesentliche Zeit und Kilometereinsparungen sind nicht zu erwarten. Somit rechtfertigen diese nicht die Ausgaben von 1.720.400.000,00 Euro und diese gigantische Naturzerstörung! |
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Von der "Straße des Führers" zur "A4-light" |
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Straßen-Geschichte(n) um die A4 und ihre kleinen Schwestern FELS (Ferndorf-Eder-Lahn-Straße), B62n (Nordumgehung) und Bundesfernstraße 2007 (Südumgehung im Westen und Nordumgehung im Osten) oder vom Lückenschluß und der Waldstraße |
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1935 |
Über 70 Jahre Planungsgeschichte für die A4 Der Beginn liegt im Mai 1935, wo sie als Reichsautobahn die Verbindungen der deutschen Gaue sichern sollte. Darüber hinaus sah man in diesem Projekt die Möglichkeit die Arbeitslosigkeit für eine Reihe von Jahren zu reduzieren. Zwar hatte Adolf Hitler weder die Autobahn erfunden noch damit die Arbeitslosigkeit beseitigt, doch das Argument Autobahn = Arbeitsplätze scheint noch heute in den Köpfen präsent. Zumindestens die Propaganda funktionierte: Herrscharen von Menschen mit Hacke und Schaufel haben Arbeit und Brot. |
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Bildquelle: wikipedia.org |
Mytos Autobahn(eine Legende): >>Von den in der Spitze 6 Mill. Arbeitslosen(1933)waren ca. 60.000 Arbeitslose und ca. 120.000 Menschen insgesamt im Autobahnbau beschäftigt. Der AVUS-Berlin wurde 1909 geplant und 1921 fertiggestellt. Die heutige A555 Köln-Bonn wurde 1932 durch Konrad Adenauer eröffnet. Die Planer setzen damals die Standards: Kreuzungsfrei, vierspürig, Standstreifen, große Kurvenradien, minimale Querneigungen, Leitplanken ... - ganz so wie die Autostrada ab 1924 in Italien. Wer hats erfunden? Adolf Hitler jedenfalls nicht!<< |
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Die National Zeitung schrieb 1935 zur Reichsautobahn über das Sieg-Eder-Gebiet: ...und schwer lastet die Arbeitslosigkeit der Männer, die vor allem im Winter nicht wissen, wie sie die zumeist kinderreichen Familien durchhalten sollen, auf diesem Lande.// Zeitlich im Vordergrund steht das Hauptproblem der arbeitsamen, nationalgesinnten, bodenständigen Arbeiterschaft wie dem mittleren und kleineren Gewerbe auf längere Sicht Arbeit und Brot zu geben. Schon die Vorarbeiten und dann der Bau der Autobahn werden hier, wo die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit wegen der Verkehrsabgeschiedenheit besonders schwierig ist, auf eine Reihe von Jahren merkliche Erleichterung schaffen. Hinweis: Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass die heutigen Befürworter dem braunen Gesindel angehören! |
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Wiederauferstehung durch die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan |
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1978
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Im Jahr 1978 wurde die A4 erneut in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen. In dieser Zeit regte sich allerdings schon heftiger Widerstand. Die Bürgerinitiativen "Aktionsgemeinschaft Rettet das Rothaargebirge" und "Aktionsgemeinschaft Rettet den Burgwald" wurden gegründet. Landwirtschaftsminister Minister Deneke (SPD) trat im Mai 1979 aus Protest gegen die Autobahnpläne zurück. Zitat Deneke: "Eine Autobahn, die 100 Tage im Jahr von Nebel, Schnee und Reifglätte bedroht ist, soll eine Beitrag zur Verkehrssicherheit sein? Da lachen doch nur die Streusalzverkäufer." Dieter Denekes Kritik war hauptsächlich naturschutzfachlich begründet. Er wollte das bis dahin völlig intakte Waldgebiet nicht zerstören. Er sah das Problem konsequenterweise nicht allein im direkten Flächenverbrauch von 500-600 ha, sondern beschrieb, dass die Zerstörung dieses Waldgebietes nicht in qm zu messen sei. Fast gleichzeitig mit dem Rücktritt Denekes beschließt der F.D.P.Parteitag gegen die A4, der Anfang vom Ende. |
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1983 |
Die Protestwelle wurde Anfang der 80iger Jahre so groß, dass die Pläne 1983 fallen gelassen wurden und die A4 1985 ersatzlos aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen wurde. Unter anderem wurden 120.000 beglaubigte Unterschriften gesammelt. |
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Planungen nahe Littfeld: durch das Langenbachtal, Talbrücke wenige hundert Meter oberhalb des Littfelder Bahnhofs |
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... dann bauen wir den A4-Ersatz Fels (Ferndorf-Eder-Lahn-Straße) oder neuerdings die so genannte "Route 57" (ein neuer Name macht sie auch nicht schöner...) |
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1984 |
In den 80iger Jahren entstand die Idee der FELS Als Ersatz für die A4 sollte eine ebenfalls mehrspurige Straße gebaut werden, die die geplanten Ortsumgehungen (Kreuztal, Hilchenbach, Erndtebrück, Bad Laasphe) mit einbezieht. Der Verlauf wurde im Siegerland auf den südlichen Höhenzügen von Kreuztal, Ferndorf, Kredenbach, Allenbach und dann zwischen Grund und Rückersfeld hindurch geplant.
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Auf-und Abfahrtbauwerk HTS bei Buschhütten / Langenau
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Schon bald wird klar, dass aus umweltfachlicher Sicht erhebliche Bedenken zum Tragen kommen. Der Entlastungseffekt wird bezweifelt. Das Umweltverträglichkeitsgutachten ist für die Straßenbauer ernüchternd: "Bei allen Varianten treten Beeinträchtigungen auf, die nicht durch Ausgleichmaßnahmen kompensiert werten können." Im Laufe der weiteren Planungen werden umfangreiche Tunnellösungen versprochen, um die Zustimmung der Kommunalpolitik zu erreichen. Konkret werden diese Lösungen aber nie durchgeplant. Tunnel über 300m sind viel zu teuer. Viel wird versprochen und gefordert, nichts wird gehalten! Die Bürgerinitiativen "Rettet das Mattenbachtal" und "Felsenfest gegen die Fels" gründen sich. |
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1990 |
Deutsche Wiedervereinigung: Die Freudentränen sind noch nicht ganz trocken und die A4 ist wieder (frisch aus der Mottenkiste) hoch aktuell. Die blühenden Landschaften brauchen Autobahnen. Und die Bürgeninitiativen entdecken das Internet. Die Seiten des Widerstandes sind immer noch online. Informationen aus den Jahren 1992 - 1997 finden Sie unter Stop A4 |





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