Stellungnahme zum Verhalten des Landrats bzgl. Aufkleberaktion
Stellungnahme zum Verhalten des Landrats bzgl. Aufkleberaktion
(Der Bericht aus der Siegener-Zeitung vom 18.11.2011 ist hier verlinkt)
Medieninformation
Stellungnahme zu den Aussagen Paul Breuers hinsichtlich der Bitte, die „Route57-Aufkleber“ von den Dienstfahrzeugen des Kreises zu entfernen.
Starrsinn wird mit fortschreitendem Alter seines Besitzers nicht gemildert. Ganz offensichtlich wird dies, betrachtet man „unseren“ Landrat Paul Breuer. Wie eine Dampfwalze hat er sich vor den Karren einer Straßenbau-Lobbyvereinigung gespannt, den er nun mit aller Wucht durch Siegen-Wittgenstein zieht. Dass er dabei schon eine Schneise der Verwüstung ganz ohne Bauanfang dieser Fernstraße zieht, scheint ihm egal zu sein. Dabei wollte er doch – zumindest vor seiner Wahl – Landrat aller Bürgerinnen und Bürger sein. Oder hätte er besser ergänzt: „derjenigen, die meiner Meinung sind.“? Er fühlt sich hinsichtlich des von ihm geforderten schwachsinnigen Projekts A4-Ersatz, das mit mehr als 10.000 Euro Werbeetat jährlich den Leuten hübsch verkauft werden soll, in einer Mehrheit. Verständlich, wenn man nur denen ein Ohr schenkt, mit denen man alle möglichen Projekte ausklüngelt. Angeblich hätten mehr als zehntausend Menschen ihre Zustimmung bekundet. Im Kreisgebiet leben 282.682 Einwohner – ein wenig vermessen mutet es dann schon an, wenn Herr Breuer von Mehrheiten spricht. Hätte er genauer hingehört – und die Bürgerinitiativen sind immer wieder auf ihn zugegangen – wüsste er, dass es viele Menschen gibt, die unsere Steuergelder lieber sinnvoll eingesetzt sehen wollen. Dem demographischen Wandel kann man mit einer Straße kein Schnippchen schlagen, so viel Realismus sollte einem Landrat ruhig abgefordert werden können. Wir haben genügend Anbindungen in alle Richtungen. Leider werden Straßen und Schienen nicht ausreichend gepflegt und Investitionen in Ausbau und Erhalt systematisch von der Straßenbau-Lobby verhindert. Millionen Euro fließen in irrsinnige Planungen, die mangels Geld und Sinnhaftigkeit nie umgesetzt werden. Und falls doch, dann nur verbunden mit der Einführung einer PKW-Maut, wie es Bundesverkehrminister Ramsauer in Aussicht stellt. Was könnte nicht alles von den zum Fenster herausgeschmissenen Planungsgeldern finanziert werden, um den Menschen das Leben in Siegen-Wittgenstein zu versüßen? Sanierte Straßen, gute Zug- und Busverbindungen, mehr Güter auf die Schiene, mehr Geld fürs Bildungssystem, mehr Geld für unsere Vereine, schnelle Internetverbindungen und, und, und. Aber nein, Herr Breuer hat sich auf dieses eine Projekt eingeschossen, koste es, was es wolle. Er hat die Kreisverwaltung angewiesen, die Lobby-Aufkleber durch die Lande zu fahren. Auf die Bitte hin, diese wieder von den Fahrzeugen zu entfernen, um die gebotene Neutralität einzuhalten, reagiert er, wie es der Starrsinn gebietet: Jetzt werden noch größere Aufkleber geordert.
Ein Landrat, der sich an anderer Stelle als „Mediator“ feiern lässt, sollte über mehr Führungsstil verfügen. Übrigens: Auch die Bürgerinitiativen stellen Aufkleber zur Verfügung – allerdings kosten die 1 Euro, denn wir müssen unsere Kosten selbst decken! www.fuer-wittgenstein.de

Kontakt: Alrun Hoffmann-Krönert, Sonnenweg 1b, 57339 Erndtebrück
Tel.: 02753/508048 Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.








