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Herzlich willkommen auf den Seiten der Bürgerinitiative"Für Wittgenstein - Heimat ohne Fernstraße"!
Wir freuen uns, dass Sie sich etwas Zeit nehmen wollen, sich über die Straßenbauvorhaben in Siegen-Wittgenstein zu informieren. Da viele verschiedene Bezeichnungen für die Planungen der Verbindung Erndtebrück-Schameder bis Kreuztal-Buschhütten kursieren, ist Aufklärung dringend geboten. Dazu möchten wir gerne beitragen.
Nachdem Anfang Mai die Planungen einer Bundesfernstraße Olpe - Hattenbach von Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer gestoppt wurden, konzentriert sich die Straßenbauverwaltung nun auf die Realisierung der so genannten "Ortsumgehungskette" Kreuztal/Buschhütten - Erndtebrück/Schameder. Leider unterscheiden sich diese Planungen nur unwesentlich vom Fernstraßenvorhaben. So müssen die Buschhütter weiterhin befürchten, dass der von ihnen gewünschte Tunnel auch im Zuge der Südumgehung Kreuztal - deren Planfeststellungsverfahren für September angekündigt wurde - nicht realisiert wird. Stattdessen wird weiterhin daran festgehalten, die neue Bundesstraße mehrspurig über den Berg zu führen, um sie unverändert weiter Richtung Netphen-Unglinghausen und Hilchenbach verlaufen zu lassen. Dass daran ein Großteil Bevölkerung Anstoß nimmt, scheint die Lobbyisten nicht zu interessieren. Auch die weiter steigenden Kosten scheinen die Befürworter nicht zu beeindrucken. Anfangs wurden die Kosten allein für die Südumgehung Kreuztal mit 13,7 Millionen Euro beziffert,bereits vor zwei Jahren korrigierten die Straßenplaner die zu erwartenden Kosten schon auf etwa 33 Millionen Euro. Aktuelle Schätzungen sind derzeit zwar nicht bekannt - wie die Erfahrung aber zeigt, fallen die meisten öffentlichen Bauvorhaben deutlich teurer als geplant aus. Die vereinigten Bürgerinitiativen Siegen-Wittgensteins haben sowohl das Land NRW als auch die Bundesregierung aufgefordert, die Planungen zur "Ortsumgehungskette" Kreuztal - Erndtebrück sowie der nahezu identischen FELS (Ferndorf-Eder-Lahn-Straße), die zusätzlich die Ortsumgehung Bad Laasphe beinhaltet, zu überdenken und bestenfalls einzustellen. Die ortsansässigen Bürgerinnen und Bürger haben alternative Verbesserungsvorschläge gemacht, die wesentlich effektiver und kostengünstiger wären. Auf den folgenden Seiten wollen wir Ihnen unsere Vorschläge darstellen und Ihnen somit die Möglichkeit geben, sich umfassend zu informieren. Wenn Sie Anregungen haben, uns kritisieren oder loben möchten oder gerne bei uns mitmachen wollen, freuen wir uns über Nachricht von Ihnen!
Wir wünschen Ihnen einen guten Durchblick und danken für Ihren Besuch! Ihre Bürgerinitiative
Lützel ist von der „FELS“ abgebröckelt (WR 3.9.2010) Ortsumgehungskette: Planerische Schimäre (Der Westen 16.08.2010) Leserbrief von Alrun Hoffmann-Krönert (Wipo 21.07.2010)Umstrittener Straßenbau (Der Westen)
Wittgensteiner wollen für bessere Verkehrsanbindung demonstrieren (Radio Siegen 21.6.2010)Falsches SparenWie Merkel die Verkehrswende torpediert
Bericht in der Lokalzeit Südwestfalen vom 07.05.2010
Die A4/Bundesfernstraße ist Schnee von gestern!!!!!
Aktueller Bericht aus der Siegener Zeitung.
Nur einzelne Ortsumgehungen, eine Ortsumgehungskette oder doch eine Fernstraße? Leider haben die Urheber der Straßenplanung verschiedene Bezeichnungen für die Straße in Umlauf gebracht, die Wittgenstein angeblich besser an das Siegerland und je nach Ausführung auch an Hessen "anbinden" soll. Das erschwert zwar einen schnellen Überblick, zeigt aber, mit welcher Taktik hier vorgegangen wird. Zunächst gab und gibt es lediglich einen Planungsbeschluss zu vier Ortsumgehungen. Diese betreffen: Kreuztal, Hilchenbach, Erndtebrück und Bad Laasphe. Dann kamen aber plötzlich die "alten" Autobahn-A4-Befürworter wie Paul Breuer und der Wirtschaftsverband IHK auf die Idee, von einer "Ortsumgehungskette" zu sprechen, für die es jedoch keinen politischen Beschluss gibt und die anscheinend Bad Laasphe gar nicht mehr beinhaltet. Angeblich endet sie in Erndtebrück-Schameder. Diese „Kette“ würde auch nicht bloß die Orte Kreuztal, Hilchenbach und Erndtebrück umgehen und auf die bestehenden Bundesstraßen B 508 und B 62 anknüpfen, sondern sie soll eine komplett neue Bundesstraße werden, quasi „parallel“ zu den bestehenden. Hier wird deutlich, dass diese angebliche "Ortsumgehungskette" dazu genutzt werden soll, eine Fernstraße vorzubereiten, die den für die Befürworter lange ersehnten Lückenschluss zwischen Kreuztal (bzw. Olpe, A4) und Hattenbach (A5) vollzieht. In verschiedensten öffentlichen Darstellungen (u.a. auch unter www.siegen-wittgenstein.de) sprechen die Befürworter von einer „Entwicklungsachse Kreuztal-Hattenbach“. In einer gleichnamigen Hochglanz-Broschüre, herausgegeben von den Landräten der Kreise Siegen-Wittgenstein und Waldeck-Frankenberg sowie den Industrie-und Handelskammern Siegen und Kassel, wollen uns Straßenbaulobbyisten wie Rolf Crone klarmachen, weshalb wir eine mehrere Milliarden Euro teure Straße mitten durch eines der letzten unzerschnittenen Waldgebiete Deutschlands benötigen. Alle Gutachten und Machbarkeitsstudien zur damals anvisierten A4 sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Straßenbau nicht zu verantworten wäre. Nun wurde von interessierter Seite eine weitere Machbarkeitsstudie zur A4 (in Hessen heißt sie immer noch so) bzw. zu einer Bundesfernstraße („Entwicklungsachse“) an das Planungsbüro Drecker in Auftrag gegeben. Diese wurde 2007 veröffentlicht und empfiehlt einen etwa 120 Kilometer (!) langen Korridor von Kreuztal nach Hattenbach. Hervorzuheben ist, dass diese Studie hauptsächlich von interessierten Wirtschaftsunternehmen sowie einzelnen Politikern in Auftrag gegeben wurde und somit die demokratische Grundlage fehlt. Es ist höchst zweifelhaft, wenn auch nur ein Steuer-Cent für Straßenbauplanungen bzw. -vorüberlegungen ausgegeben wird, die im Grunde keine demokratisch legitimierte Basis haben. Mittlerweile wurden die Planungen zur Bundesfernstraße zwar sowohl vom Bundesverkehrminister als auch vom hessischen Verkehrsminister wegen der geringen Verkehrszahlen und dem daraus resultierenden schlechten Nutzen-Kosten-Verhältnis als beendet erklärt. Besonders uneinsichtige Menschen, denen es sichtlich schwer fällt, Fakten anzunehmen, fordern jedoch immernoch eine Fernstraßenverbindung. Wenn es sein müsse, so die Unverbesserlichen, dann könne man die betreffenden hessische Fläche ja möglichst gering halten und die Fernstraße "zumindest bis Frankenberg/Eder" führen. Diese Forderung zeigt, dass auch weiterhin nicht locker gelassen wird, die so genannte "Ortsumgehungskette" als ersten Teil einer Fernstraße zu planen. Ist dieser ersteinmal verwirklicht, lässt sich die Fortführung ab Erndtebrück-Schameder "problemlos" anschließen... Wir möchten Sie auf unserer Homepage auch weiterhin über die möglichen Auswirkungen einer Bundesfernstraße mitten durch unsere Heimat informieren. Hier finden Sie Karten zum vorgesehenen Planungskorridor, zu den betroffenen Ortschaften und Erholungsgebieten sowie aktuelle Informationen zum Thema und Termine zu unseren Veranstaltungen. Wir sind einem großen Netzwerk angeschlossen, das sich entlang des gesamten Korridors – von Kreuztal bis nach Hattenbach – aus vielen einzelnen Bürgerinitiativen, Naturschutzverbänden und Vereinen zusammengeschlossen hat. Das Netzwerk Stop-A4 setzt sich mit allen Mitteln für Menschen-, Natur- und Klimaschutz und somit für eine gesunde Zukunft ein. Übrigens: Das angebliche „Totschlagargument“, dass eine neue Straße neue Arbeitsplätze bringen würde, kann nicht belegt werden. Es gibt nicht einen einzigen Beweis für diese Aussage und dennoch wird sie immer wieder getroffen. Es ist im Gegenteil zu befürchten, dass diese Straße eher unsere regionalen Wirtschaftszweige empfindlich stören würde. Gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen und besonders auch Handwerksbetriebe könnten gefährdet werden, wenn „große Billiganbieter“ einen schnellen Zugang zu unseren heimischen Märkten hätten. Und wussten Sie, dass allein während der Bauphase für einen Meter Straße dieser Dimension 1,6 Tonnen CO2 freigesetzt werden? Und das, bevor auch nur ein einziges Fahrzeug sein Übriges dazugetan hätte…
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| Aktualisiert ( Freitag, den 03. September 2010 um 16:35 Uhr ) | |||
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